In der Ruhe liegt der gute Anfang, denn Hund oder Katze soll sich freiwillig annähern und wohlfühlen. Halten Sie sich zurück und versuchen Sie, Hektik zu vermeiden. Bleibt das Tier nah beim Menschen, folgt das erste Streicheln. Besonders scheue Fellnasen lassen sich mit einem Leckerli in der Hand zur Annäherung überreden.

Hatte das Tier bereits einen Besitzer, kann das Vertrauen schon vor dem Einzug mit Besuchen beim Vorbesitzer oder im Tierheim aufgebaut werden. Spiele, Streicheln, Mitbringsel und Gassirunden führen Mensch und Tier bei diesen ersten Treffen zusammen. Am besten kaufen Sie die Ausstattung schon vor dem Einzug — ob Kratzbaum, Näpfe, Decke, Bett, Spielzeug oder Katzentoilette — alles sollte bereitstehen und den neuen Mitbewohner willkommen heißen.

Beim Einzug ist alles neu – die Vorfreude auf den neuen tierischen Partner ist immer groß. Vor allem ältere Menschen freuen sich darauf, nicht mehr allein zu sein. Doch bewahren Sie Ruhe, denn am Anfang ist alles aufregend und unbekannt. Der neue Freund sollte sein Heim auf eigene Faust und in seinem Tempo erkunden dürfen. Nehmen Sie dem Hund die Leine ab beziehungsweise öffnen Sie die Transportbox der Katze und warten Sie gespannt ab, was passiert. Nach und nach wird alles begutachtet und erkundet. Auch der Mensch wird unter die Lupe genommen: Erst mal aus der Ferne, dann ein wenig näher und Sie dürfen Ihren Vierbeiner gerne mit einem Leckerli heranlocken.

Spiele stärken das soziale Band – Vertrauen und Bindung entstehen von Beginn an spielerisch. Ein Ball kann bei Hunden ein guter Anfang sein: werfen, apportieren lassen und den Hund loben. Bei der Katze weckt die Fellmaus oder eine Feder an der Spielangel den angeborenen Jagdtrieb. Auch Intelligenzspiele eignen sich. Der Mensch darf gerne einen Tipp geben und sich freuen, wenn die Aufgabe gemeistert wurde. Futter-spiele, bei denen zum Beispiel Trockenfutter in einer Hand versteckt wird, eignen sich ebenfalls zum spielerischen Kennenlernen.

Bewegung und Futter – nicht nur Spielen und Aufmerksamkeit gehören zu einer artgerechten Tierhaltung. Bedürfnisse wie Gassirunden, Fellpflege und feste Futterzeiten sind wichtige Bestandteile. Katzen benötigen Kratzmöglichkeiten und Katzentoilette. Bei der Tiernahrung ist die Kombination von Trocken- und Nassfutter ideal. Es gibt für jedes Alter — vom Welpen über das erwachsene Tier bis zum Senioren — passendes Futter. Über die richtige Futtermenge informieren die Herstellerangaben auf der Packung. Spezielle Leckerlis pflegen die Zähne. Nahrungsergänzungsmittel und hochwertiges Hauptfutter sind zum Beispiel gut für Fell, Gelenke oder Verdauung.

Bild: Christine Förster 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Schleissheim e.V.
Quelle: Auszug aus MF – Freundschat zwischen Mensch und Tier, Freßnapf Magazin Februar 2018

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