Letzten November hatte sich unsere Familie um zwei Katzen vergrößert: Jule aus der Erdinger Gegend und Conny aus Spanien.

Nachdem sie sich an uns und an das neue Zuhause gewöhnt hatten, haben sie ihre Scheu und Zurückhaltung abgelegt und wir hatten einen gemütlichen Winter zusammen. Das Frühjahr kam und ihre Blicke in den Garten wurden immer sehnsüchtiger. Also haben sie ab Ostern Freigang bekommen. Mit großer Begeisterung haben sie den Garten und die nähere Umgebung im Klosterfeld erkundet und das freie Katzenleben genossen.

Am letzten Maiwochenende kam aber Jule nicht mehr zurück. Wir hatten große Sorge, dass sie irgendwo eingesperrt ist (es war sehr heiß!). Wir haben in der ganzen Nachbarschaft gesucht und in alle Gartenhäuser, Keller, Wohnwägen geschaut oder schauen lassen.
Nichts!

Bei Tasso eine Suchmeldung aufgegeben, viele Plakate in der Umgebung aufgehängt, mit unserem Tierschutzverein Kontakt aufgenommen, auf Facebook gepostet, im Lohhofer Anzeiger eine Suchmeldung geschaltet, bei der Stadt und der Polizei angefragt….Erstmal nichts!

Aber dann kamen erste Meldungen und nach vier Wochen ein Anruf vom Fastlinger Ring (800m Luftlinie weg), aber keine gesicherte Sichtung. Wir haben viele Spaziergänge gemacht, gerufen und mit der Leckerlitüte geraschelt, aber wir haben sie nicht gesehen.Noch mehr Plakate geklebt!

Und dann ein Anruf einer Anwohnerin vom „Am Weiher“ (1 km Luftlinie): Sie hatte extra ein Foto auf ihr Handy geladen, um sicher zu sein, und sie hat Jule gesehen, bei sich auf dem Hof und dem Nachbargrundstück! Jule hatte sich einen guten Platz ausgesucht: Bauernhöfe, Felder, ein Bach, ein kleines Waldstück, Schuppen und Scheunen, Wochenendgrundstücke…ein Katzenparadies für den Sommer.

Wir haben wieder viele Spaziergänge gemacht, gerufen und mit der Leckerlitüte geraschelt, aber wir haben sie nicht gesehen. Vom Besitzer des Nachbargrundstücks haben wir die Erlaubnis bekommen in einem Schuppen Futter auszulegen. Das haben wir dann den ganzen Sommer gemacht, darüber hat sich sicher nicht nur Jule gefreut, sondern auch die ganzen Nachbarskatzen.
Immer wieder haben wir Meldungen und Anrufe erhalten, dass Jule in der Gegend gesehen wurde, aber selber….Bis Anfang September, da haben wir Jule selbst gesehen, aber sie ist weggelaufen.

Frau Förster vom Tierschutzverein hatte uns einen Katzenfangkäfig angeboten und den haben wir am 24. September zum ersten Mal aufgestellt. Und tatsächlich war nach drei Tagen der erste Nachbarskater im Käfig und nach drei weiteren Tagen der nächste Kater! Aber am 2. Oktober saß tatsächlich Jule im Käfig, unglaublich!

Zuhause war sie gleich total schmusig und froh wieder da zu sein. Und wir natürlich glücklich, außer Conny: Unser Prinzesschen war eifersüchtig und sauer! Gott sei Dank ging es nach einer guten Woche immer besser, und jetzt sind sie auf dem Weg wieder Freundinnen zu werden.
Seit einer Woche hat Jule wieder Freigang, aber sie hält sich bis jetzt immer in der Nähe auf. Und für den Fall der Fälle trägt sie nun einen Funksender!

Vielen lieben Dank nochmal an alle, die sich gekümmert haben und geholfen haben, dass Jules Abenteuer ein glückliches Ende fand!
Familie Friedemann

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