20-jubilaeumSegen für die Vierbeiner erteilen Pfarrer Thomas Lotz und Dekan Franz Muck beim ersten Tiergottesdienst.

Unterschleißheim – Der Tierschutzverein Schleißheim feierte sein 20-jähriges Bestehen mit dem ersten Tiergottesdienst in Unterschleißheim.

Der katholische Dekan Franz Muck und der evangelische Pfarrer Thomas Lotz hielten gemeinsam in dem Festzelt an der Auffangstation den Gottesdienst. Lotz erinnerte daran, dass sich „Mensch und Tier den sechsten Schöpfungstag teilen“. Daran ändere auch der Herrschaftsauftrag an die Menschen nichts. „Es ist für uns schwer, ein Tier zu verstehen. Bei Menschen ist das aber auch nicht einfach“, sagte er.

Die Schleißheimer Tierfreunde waren begeistert von der ökumenischen Tierfeier und würden einen solchen Gottesdienst gerne einmal wiederholen. Zu dem Tiergottesdienst waren auch Bürgermeister Rolf Zeitler und Gattin Monika gekommen samt ihrem Vierbeiner Susi, einem Mischling mit viel Schmetterlingshund darin. Zeitler dankte dem Verein für seine übergangsweise Betreuung ausgesetzter Tiere: „Wenn alle ausgesetzten Tiere im Zimmer des Bürgermeisters abgegeben würden, hätten wir ein echtes Problem.“

Der Tierschutzverein lud zum Tag der offenen Tür einen Falkner, eine Hunderettungsstaffel sowie die Unterschleißheimer Bienenzüchterin Angela Puntigam ein. Dazu zeigte der 238 Mtglieder starke Verein seine Auffangstation und gab Einblicke in die Arbeit. Der Vorsitzende Peter Preiss ist stolz darauf, dass sich mittlerweile auch viele junge Menschen engagieren und sich die Mitgliederzahl des Vereins binnen drei Jahre verdoppelt hat. Das Haus der Tierauffangstation „Am Weiher“ hat der Verein auf eigene Kosten angemietet. Der größte Wunsch sind noch zwei bis drei Hundepflegeplätze in Familien, die sich für wenige Wochen um ausgesetzte Hunde kümmern.

Quelle: Muenchner Merkur vom 8.5.2012
Foto: michalek

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